Folgende Stationen waren Teil meiner Reisestipendien: die Vertigo- Städte: Tokyo und Hiroshima, die Japanische Kultur mit meiner Künstlerkollegin in Yokohama kennenlerne, die Hawaii University besuchen in Honolulu, (Butoh– Tanz) fotografieren und dem San Francisco Art Institute (Digitale Medien) meine Arbeit vorstellen, an der UCLA Los Angeles und bei amnesty International in Irvine/ Laguna, Kalifornien und in Seattle Video- und Filmarbeiten studieren und ein Interview mit Gary Hill (Videokünstler) über Japan führen, dem Chicago Art Institute meine Portfolio präsentieren und in New York das Jonas Mekas Filmarchive besuchen.

Zwei Jahre später bekam ich ein anderthalbjähriges Stipendium für Paris über das Deutsch – Französische Jugendwerk und habe bereits neben dem Recherchieren und Fotografieren an der Cinematheque Francaise und dem Centre Georges Pompidou, meine Fotoarbeiten Galerien vorgestellt. Ich bekam eine Ausstellung im Goethe Institut Paris in der Galerie Condé angeboten.

Ein halbes Jahr später erhielt ich ein Stipendium für einen halbjährigen Aufenthalt am International Center of Photography in New York als Advanced Digital Media Assisstant mit Unterrichten und Belegen eigener Kurse in 3D Techniken und Bildbearbeitungsprogrammen. Über beide Studienaufenthalte habe ich Erfahrungsberichte verfasst, und vom DAAD wurde ich organisatorisch auf meinen Reisen begleitet.

Seit 1998 habe ich mich wieder in Berlin etabliert, wo ich mit meiner Familie bis heute lebe und arbeite.

 

 

Corinna Rosteck – Künstlerin

Meine großformatigen Fotografien und Videoinstallationen von lichthaltigem und reflektierendem Wasser changieren zwischen gegenständlicher Reproduktion und abstrakter Struktur. Die Wirkung der malerisch bewegten Oberflächen wird dabei vom metallischen Widerschein des Aluminiumbildträgers, der sich je nach natürlichem Lichteinfall im Ausstellungsraum verändert, formal gesteigert und entspricht der lebendigen, sich ständig verändernden Erscheinung des Wassers. Die Installationen auf Metall, Glas und als hinterleuchtete Elemente wie z.B. Leuchtkästen nehmen sowohl Bezug auf architektonische Besonderheiten eines Raumes, als auch auf seine Funktion. Es findet dabei eine Erweiterung in und durch den Raum statt. Fotografie, sowie zumeist raum- bzw. kontextbezogene Videoprojektionen aus dem Blick der Malerei, sind zentrale Elemente meiner Arbeit, die sich gegenseitig durchdringen und beeinflussen.

 

Ich bevorzuge folgende künstlerische Techniken:

„haptische“ Fotografie, ungewöhnliche Papiere und Materialien für drucktechnische Prozesse, metallische Oberflächen, Video mit der Fotokamera, „Malen mit der Kamera“, Leuchtobjekte, Fotoinstallationen bezogen auf Architektur, hinterleuchtete Objekte, Leuchtkästen, Lichtspiele der Oberflächen

 

Wasser – Liquides ist bei mir ein zentrales Thema in meiner Arbeit:

Zum einen der biografische Moment – Wasser ist verführerisch wie gefährlich, siehe auch meine Installation „whirl&wake“ auf meiner Homepage

 

Taucht sie auf oder geht sie unter ? –„Eine ständig kreisförmige Bewegung vom Hineinsinken und Emportauchen deutet einen Strudel an. Strudel und Kielwasser fordern jene Schwimmbewegungen heraus, die der Mensch ausführt, um die Tiefe zu ergründen. Das Vorhaben ist verführerisch wie gefährlich.“

 

Corinna Rosteck (geb. 1968, in Hameln und auf Ibiza aufgewachsen) ist freischaffende Künstlerin im Bereich Fotografie, Video und Installation. Nach Stipendien in London, Paris, New York und Japan lebt und arbeitet sie in Berlin. Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Köln. Mit namhaften Unternehmen, wie z.B. B.Braun AG, Airbus AG und accenture GmbH, realisierte sie erfolgreich Kunst-am-Bau-Projekte. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland sowie auf Messen u.a. im arabischen Raum präsentiert.

In ihren Video- und Fotoinstallationen arbeitet sie filmisch mit Sequenzen aus Standbildern. Aus ihren Erfahrungen aus der Malerei, Drucktechnik und Fotografie wurde Corinna Rosteck immer mehr in ihren Arbeiten und Motiven mit der Thematik der Bewegung, der Verflüssigung, dem Liquiden konfrontiert.

Die Videos vermitteln keinen chronologisch rekonstruierbaren Ablauf. Nicht mehr das Nacheinander der Bilder ist wichtig, sondern das Nebeneinander – und damit die Möglichkeit, völlig neue assoziative und formale Querverbindungen zu entdecken.

 

Bewegung ist das zentrale Sujet in ihren Arbeiten. Dabei liegt ein Themenschwerpunkt in der Faszination des Wassers. Auf das Liquide, andere Aggregatzustände, charakteristische Wellenbewegungen, auf die vielfältigen Lichtbrechungen und Spiegelungen konzentriert sich mein Blick. Oberflächen, die ein perspektivisches Sehen unterbinden, finden sich ebenso in den Motiven des Stadtraums, der Wüstenlandschaft und den menschlichen Bewegungen im Tanz. Die Rhythmik der Lineaturen im Bild schafft für den Betrachter einen energetisch aufgeladenen Raum.

 

Ich verleihe Gebäuden nicht nur ein neues Gesicht, sondern leiste weitaus Elementareres: Den öffentlichen Raum mit neuer Relevanz ausstatten, auf ihn reagieren und sich auf ihn einlassen. Mit den Bildthemen dynamisiere ich herkömmliche Sehgewohnheiten, erweitere Räume wie Fenster zu einer anderen Welt.

Ich versuche die Bedürfnisse der Mitarbeiter miteinzubeziehen und dem Betrachter ungewöhnliche Ein- und Aussichten zu eröffnen. Ich verleihe Gebäuden nicht nur ein neues Gesicht, sondern leiste weitaus Elementareres: Den öffentlichen Raum mit neuer Relevanz ausstatten, auf ihn reagieren und sich auf ihn einlassen.

Museen, Kunstvereine und Galerien interessieren sich für meine Arbeit

mit Ankäufen und Ausstellungsangeboten

Beispielhaft: Meine Präsentation beim Deutschen Expo- Pavillon in Zaragoza, Zentralspanien:

Es ging um die Präsentation von „Wasser und Leben“ in der Umsetzung des Deutschen Pavillons im VIP- Bereich, das Kuratorium hat gezielt Motive meiner Werkserien zum Thema des „Liquiden“ausgewählt und dort präsentiert, wichtigeVertreter aller Länder konnten dort meine Arbeit wahrnehmen. Auf der Expo in Zaragoza ging es um die besondere Problematik in Zentralspanien, welches über geringe Wssserressourcen verfügt, die Verschwendung und den Wert des Wassers in der ganzen Welt aufzuzeigen, dazu sollen meine Bilder beitragen.

 

 

Bereits vor dem Studium und während meines Leistungskurses „Kunst“ im Abitur habe ich mich fortlaufend für Wettbewerbe beworben, angefangen beim Deutschen Schülerwettbewerb in Hannover mit einem Selbstporträt bis zum renommierten Gabriele-Münter-Preis der Bundesregierung heute, vor allem aber in Kunst-am-Bau-Wettbewerben, die überregional ausgeschrieben werden.

Meine ersten Partner für Ausstellungen habe ich durch Akquise und Empfehlungen aus dem Bekannten-, Freundes- und dann Sammlerkreisen gefunden. Der erste Galerist kaufte meine Arbeiten an, nachdem ich einen Wettbewerb gewonnen hatte und stellte mich auf der Art Cologne Förderkoje aus, eines der wichtigsten deutschen Kunstmessen. Nur mit hartnäckigem Durchsetzungsvermögen, Disziplin und vielseitigem Netzwerken ist ein künstlerischer und kreativer Beruf erfolgreich möglich, ohne Leidenschaft und der harten Arbeit an den „richtigen Partnern“ bleibt man auf der Strecke.

Die Umsetzung im öffentlichen Raum öffnet weitere Dimensionen

Mein erstes Studium der Malerei und Drucktechnik habe ich an der Hochschule der Künste, heute UDK, gleich nach dem Abitur in Berlin begonnen.

In frühester Kindheit habe ich künstlerische Erfahrungen mit der Musik (Geige und Klavier) gesammelt, im Orchester gespielt, 10 Jahre klassisches Ballett getanzt. Ich komme aus einem künstlerisch interessierten Elternhaus, meine Neigungen wurden immer gefördert. Ich bin u.a. in Spanien/Ibiza aufgewachsen, wurde mit der dortigen Kunstszene konfrontiert und das mediterrane Licht hat mich gesprägt und sensibilisiert für die Malerei.

Während der Schule habe ich in einer Radierpresse erste Erfahrungen in der Drucktechnik, Radierung, Lithografie gesammelt, danach Praktika in der Tischlerei (Deutsche Oper Berlin) und Kulturführungen in Galerien und Berlin in Mitte, auch fremdsprachig, durchgeführt, erste Auslandsreisen und Studienaufenthalte.

 

Meine Leistungskurse während des Abiturs waren Biologie und Kunst, Naturwissenschaften und Kunst haben mich gleichermassen interessiert. Nach dem Bestehen der Aufnahmeprüfung gleich nach dem Abitur an der Universität der Künste Berlin und ersten Aktzeichnungen, Ölmalerei und Temperatechniken, habe ich zwei Jahre mit dem Erasmus – Stipendium in London Fotoradierung, Farbfotografie am Central St. Martin’s College of Fine Art & Design studiert. Zwei Jahre später hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zwei Auslandsreisen finanziert, ein halbjähriges Reisestipendium nach Japan und USA zum Thema „Masse und Mensch“. Hierzu gab es jeweils Aufnahmeverfahren, wo ich mich gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen musste.

Neben meiner professionellen künstlerischen Positionierung auf dem Kunstmarkt habe ich seit 2001 Gestaltungen von öffentlichen Räumen mit namhaften Firmen entwickelt und erfolgreich realisiert. Ich zeige mit meinen Installationen, überregional und international, auf welch vielfältige Weise sich das Wechselspiel von Unternehmensarchitektur, insbesondere aus der Industrie und Kunst vollzieht: einmal angewandt auf die bestehende Architektur, als Energiefluss innerhalb eines Gebäudes und schließlich explizit kontextbezogen auf die Produkte, die ein Unternehmen herstellt. Meine Kompetenz ist, mich auf die spezielle Atmosphäre eines Unternehmens einzulassen, diese zu analysieren und aus den räumlichen und strukturellen Gegebenheiten, mit meinen langjährigen Erfahrungen aus der künstlerischen, ästhetischen Wahrnehmung, dem Gebäude eine auratische Wirkung zu verleihen, die vor allem den Mitarbeitern und der neuen Wahrnehmung der täglichen Abläufe zugute kommt.

Ich erbringe für Unternehmen Leistungen, wie z.B. Foto-, Licht- und Videoinstallationen, die auf das Ort, das Haus, das Profil des Unternehmens und die Mitarbeiter zugeschnitten sind, beratende Tätigkeiten für die Mitarbeiter in der Arbeitssituation und in der Aussenwirkung für die Besucher im repräsentativen Foyer- und Eingangsbereich. Ich entwickele eine speziell auf die dort stattfindende Produktion zugeschnittene künstlerische Arbeit, unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort, recherchiere und bringe aus meiner langjährigen Erfahrung ästhetischer Wahrnehmungen eigene Ideen mit.

Ziel ist die Verbesserung der Umgebungssituation, die vielfältigen Aspekte des realen Arbeitslebens werden in die ästhetische und künstlerische Form miteinbezogen und transformiert. Der Gewinn für den Auftraggeber ist nicht nur der „ästhetische Mehrwert“, sondern die Arbeitsprozesse über die Darstellung hinaus, „in Bewegung“ zu setzen.

In Zusammenarbeit mit Architekten, den Vorständen als auch der Unternehmenskommunikation werden Ausgangsvorrausetzungen für eine praxisnahe und aussergewöhnliche Umsetzung geschaffen. Der Ausdruck meiner Wahrnehmung wird zu einer visuellen Aussage zum Unternehmens-profil, erlebbar für jeden Betrachter und verändert dadurch potentiell das Selbstbild des Unternehmens – mit fokussierten Ausschnitten von seriellen Prozessen aus dem Produktionsablauf und in der energetischen Wirkung von Farbe.

Meine Tätigkeit als Mentorin an der Universität der Künste, (UDK), Berlin Ich habe über sechs Monate zwei Gymnasialschüler in der Oberstufe auf Ihrem Weg ins Studium begleitet, sie mit der Arbeitsweise in meinem Atelier und in meinem Fotolabor eingeführt, ihnen Einblicke in meine Produktionsweise und Arbeitsalltag einer Selbständigen (Fotografin und Künstlerin) ermöglicht, und gezeigt, wie die Vernetzungsstrukturen auf dem Kunstmarkt funktionieren, ausserdem ein Portfolio- Viewing ihrer Arbeiten durchgeführt. Zum Abschluss gab es eine Dokumentation in Form eines Kataloges und eine Ausstellung in der Universität der Künste, das Projekt wurde vom Königin- Luise- Gymnasiums in Berlin- Dahlem organisiert, welche diese berufsvorbereitenden Massnahmen hervorragend für die Schüler umgesetzt hat

 

Meine Ziele für die Zukunft sind, eine Galerie im europäischen Ausland oder weltweit zu finden, die mich auf den internationalen Messen langfristig positionieren und vertreten kann. Eine monografische Publikation im Rahmen einer Ausstellungstournee mit exzellenter Pressearbeit ist mein nächster Wunsch.

 

Corinna Rosteck, 2016 –  Bildnachweis: VG Bildkunst

Hier finden Sie weitere Interviews und Filme von mir oder über mich:

Installation bei der B.Braun AG „Wasser und Leben

Studio Visit and Interview by Apollo TV:
artist Corinna Rosteck and Dr. Christian Kaul, Co-Founder of A Space for Art, author: Melanie Mohr, camera: Team of Apollo TV

Liquor Balance – Aya pool

Aya Muma, Bardo- Butoh im Kraftwerk

whirl&wake – Eintauchen- Untergehen

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Gespräch mit der Künstlerin bzw. Mentorin.  Senden Sie uns eine Email an m.weiss(at)Haus-der-Mentoren.de  Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Ein Interview mit Corinna Rosteck finden Sie auch auf unserer Website Mentoring4u:

Berlin – eine Stadt mit Künstlerpotential: Corinna Rosteck im Gespräch